Durchgedrehter „Kartoffelsalat“: Die ersten Filmkritiken

Der letzte Schritt vor dem Kinostart des ersten deutschen YouTuber-Films: Am Sonntag feierte „Kartoffelsalat – Nicht fragen!“ Premiere. Die ersten Kritiken sind sich einig: Der Film spricht eindeutig eine bestimmte Zielgruppe an. Die könnte der Film aber auch enttäuschen.

Gnadenlose Verrisse lesen sich anders. Die Kritiken zu Freshtorges Kinofilm „Kartoffelsalat – Nicht fragen!“ scheinen eher ein wenig schulterzuckend zu bestätigen, was man von dem Film erwartet hat: Kein großer Meilenstein des Kinos, der jedoch sein Zielpublikum begeistern kann. Wobei selbst das teilweise in Frage gestellt wird; so schreibt Broadmark, dass das Fremdschämen „leider zu oft“ auftrete. Man dürfe „gespannt sein, ob der jungen, YouTube-affinen Zielgruppe die bewusst eingesetzten Trash-Elemente, absurden Wendungen und die manchmal seltsamen und peinlichen Witzen gefallen werden und der Film damit ein Erfolg wird.“ Was damit gemeint ist, war mir nach einigen Szenen des neuen Trailers klar – aber vielleicht hat die Tuba, in die Dagi Bee bläst, ja auch einen Kontext, der sich erst im Film erschließt… Gut, wahrscheinlich hat sie das nicht. Gelungen hingegen die Zitate, die als Medienecho in diesem Trailer erscheinen – eine schöne Anspielung auf klassische Trailer und klassischen YouTube-Hate.

„Sehr natürlich, wie in ihren Videos“

Auf sz.de gibt es schon erste Reaktionen der jungen Zuschauer. Vielen scheine es mehr darum zu gehen, die YouTuber überhaupt im Kino sehen zu können, heißt es im Text. Auch die Radiofüchse haben positive Stimmen vor Ort eingefangen: „Richtig gut“, „wirklich spannend“ und „die YouTuber kamen sehr natürlich rüber, wie in ihren Videos“. Eine Zuschauerin nennt den Film „eine überdrehte Komödie für eigentlich jeden, aber natürlich für die YouTube-Fans ist es besonders toll“.

Überdreht, verrückt, gar „auf Drogen“ (Die Welt) – dieser Film soll den Witz der jungen Zielgruppe treffen und verweist dabei auf diverse Memes, Filme und Serien und ebenso auf die Videos der beteiligten YouTuber. Viele YouTuber, mit denen Filmplakate, Tweets und Videos werben, haben jedoch nur kurze Auftritte, was einige Fans enttäuschen könnte, schreiben Süddeutsche und Broadmark. Doch viele YouTube-Zuschauer haben nicht nur einen Liebling, was große Enttäuschungen verhindern dürfte. Die Kritiken sind sich einig: Die Fans werden die Kinos stürmen.

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