„Digitale Gesellschaft“ – Eine Ausstellung an Bord der MS Wissenschaft

„Eine Seefahrt, die ist lustig“ – auf der MS Wissenschaft ist sie jedoch vor allem informativ. Spaß macht die Ausstellung zur „digitalen Gesellschaft“ aber auch. Das Ausstellungsschiff fährt schon seit 13 Jahren über heimische Gewässer und ist noch bis Ende September auf Tour. Ich bin in Wiesbaden an Bord gegangen.

Das Wissenschaftsjahr 2014 steht unter dem Motto „Die digitale Gesellschaft“ und beschäftigt sich mit Forschungsprojekten, die untersuchen, was Technik möglich oder einfacher macht: Schwarze Löcher mit dem Smartphone aufspüren, den Flug der Störche mit Apps verfolgen oder die Auswirkungen sozialer Netzwerke auf unser Miteinander. Auf der MS Wissenschaft, die noch bis zum 11.8. im Hafen von Wiesbaden-Biebrich liegt, zeigen insgesamt 36 Ausstellungsstücke einen Teil dieser Projekte und Forschungsergebnisse. Sie sind in drei Bereiche aufgeteilt: Wissen, Wirtschaft und Miteinander.

Gesichtserkennung, Sucht und Tracking

Seit Mai tourt das Ausstellungsschiff durch deutsche Gewässer. Mit an Bord: Simone Plötzer, die als Lotsin die Ausstellung betreut. Ihre langen hellblonden Haare fallen über ein graues T-Shirt mit dem Aufdruck „MS Wissenschaft“. Sie führt die Gäste durch die Schau und erklärt bei Bedarf die Exponate, zum Beispiel eines der Uni Bonn, mit dem die Besucher ihr Internetverhalten überprüfen können:

Die meisten Exponate sind interaktiv. So auch die App „Menthal“, die zu dem Exponat der Uni Bonn dazugehört (und vor Ort per QR-Code oder hier kostenlos heruntergeladen werden kann).

Auf einem Presserundgang präsentiert Simone Plötzer zwei Projekte, die die Fachhochschule Mainz zur Ausstellung beigesteuert hat. Eines ist das Projekt „Bubbles“, eine Anwendung, die durch eine Kamera Gesichter erkennen kann und so Alter, Geschlecht und die Laune ermittelt. Oder es zumindest versucht, wie die folgenden Bilder beweisen:

Welche Ausstellungsstücke Internetnutzer besonders interessieren könnten, frage ich Simone Plötzer nach dem Rundgang. Sie führt mich zu einem Exponat vom Fraunhofer Institut, der Webtracking. An einem Monitor können die Besucher Internetseiten eingeben und prüfen, ob sie dort getrackt werden. Was das bedeutet, erklärt Simone Plötzer am Exponat:

Noch bis Ende September unterwegs

Bis Montagabend wird Simone Plötzer noch Gäste durch die Ausstellung führen. Dann wird die MS Wissenschaft ablegen und über den Rhein und den Main nach Frankfurt tuckern. „Wir fahren dann mit gemütlichen 5 bis 15 Kilometern pro Stunde weiter“, sagt die junge Ausstellungslotsin. Und so geht die Tour der MS Wissenschaft weiter:

8. – 11.8. Wiesbaden
12. – 14.8. Frankfurt am Main
15. – 17.8. Miltenberg
18. – 20.8. Lohr am Main
21.8. – 24.8. Würzburg
26. – 28.8. Schweinfurt
29. – 31.8. Bamberg
4. – 7.9. Linz
9. – 11.9. Krems an der Donau
12. – 16.9. Wien
19. – 21.9. Deggendorf
22. – 24.9. Regensburg
26. – 28.9. Forchheim

Hier seht ihr noch ein paar Impressionen von dem Schiff und der Ausstellung:

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